Handchirurgie

Sattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)

Das Sattelgelenk ist das Daumengelenk, in dem der Daumen von der Hand abgespreizt und den Fingern gegenübergestellt werden kann. Es bildet mit der Daumenmuskulatur den sogenannten Daumenballen. Die Rhizarthrose ist die häufigste Arthrose an der Hand. Sie betrifft vorwiegend Frauen ab dem 40. Lebensjahr, tritt aber auch nach Unfällen, d.h. nach Knochenbrüchen im Bereich dieses Gelenkes vermehrt auf. Die Sattelgelenksarthrose entsteht durch eine Abnutzung der Gelenkflächen zwischen der Basis des 1. Mittelhandknochens und dem sogenannten großen Vieleckbeins (Trapezium). Sie macht sich bemerkbar durch Schmerzen im Daumenballenbereich, insbesondere beim Festhalten und Aufschrauben einer Flasche, beim Einstecken des Schlüssels und beim Drehen des Daumens. Äußerlich zeigt sich die Veränderung durch eine druckschmerzhafte Schwellung im Sattelgelenksbereich, der Daumen liegt der Hand vermehrt an und ist in fortgeschrittenen Fällen im Daumengrundgelenk überstreckt. Die Daumenballenmuskulatur wird schmächtiger.

Therapeutisch kann zunächst versucht werden, durch Tragen einer Sattelgelenksschiene die Schmerzen zu lindern. Zusätzlich kann eine medikamentöse Therapie mit Diclophenac Tbl (z.B. Voltaren) angesetzt werden. In manchen Fällen hilft auch eine Röntgenreizbestrahlung. Dieses sind jedoch alles nur Maßnahmen, um die Schmerzen zu lindern. An der Arthrose selbst ändert sich nichts. Wenn diese konservativen Maßnahmen nicht mehr helfen, hat sich die sogenannte „Resektionsarthroplastik“ sehr bewährt.

Bei dieser Operation wird das große Vieleckbein (Trapezium) entfernt. Ein abgespaltener Sehnenstreifen vom Handgelenk wird durch einen Kanal, der durch die Basis des 1. Mittelhandknochen gebohrt wird, hindurchgezogen und mit sich selbst vernäht. Hierdurch wird der Daumenstrahl in seiner Position gehalten. Durch diese Operation können die Schmerzen gebessert werden unter Erhalt einer guten Daumenbeweglichkeit.

Im Anschluss an die Operation erfolgt eine 5-wöchige Gipsruhigstellung. Anschließend ist eine intensive krankengymnastische Übungstherapie erforderlich. Es ist viel Geduld von Seiten des Patienten gefordert, da es sicher 4 – 6 Monate dauert, bis eine Besserung der Beschwerden erreicht wird. Zu betonen ist auch, dass nicht alle Patienten völlig schmerzfrei werden. In 80 % der Fälle kann aber eine deutliche Besserung gegenüber dem Befund vor der Operation erreicht werden.