Plastische Chirurgie

Fettabsaugung

Mit Fitness verbinden die meisten Menschen Leistungsfähigkeit, Kraft und vor allem auch ein positives äußeres Erscheinungsbild, d. h. einen durchtrainierten, gut geformten Körper. Leider reichen aber sportliche Aktivitäten oder auch Diäten oft nicht aus, um das angestrebte Körperbild zu erreichen. Da sind die hartnäckigen Fettpolster, die sogenannten Problemzonen, die allen Anstrengungen widerstehen.

Frauen neigen dazu, im Bereich der Hüfte, der Flanken und am unteren Bauch sowie am Po Fett anzusammeln. Bei den Herren sind es eher der Nacken, das Kinn und die sogenannten Rettungsringe.

Bodystyling oder Liposculturing ist eine erfolgreiche Methode zur dauerhaften Entfernung lästiger Fettpolster, Verbesserung der Körpersilhouette bei normalgewichtigen Menschen. Sie ist jedoch kein Ersatz für eine Diät bei Übergewicht. Hier hilft wirklich nur eine gezielte Umstellung der Ernährung. Auch können durch die Fettabsaugung breite Hüften nicht verschmälert werden, denn der Knochenbau lässt sich nicht verändern. Auch eine ausgeprägte Cellulite ist nur zu verbessern, jedoch nicht zu beseitigen.

Dennoch ist die Fettabsaugung die einzig wirksame und medizinisch anerkannte Methode, um umschriebene Fettansammlungen zu beseitigen. Die einmal zerstörten bzw. entfernten Fettzellen bilden sich nicht mehr nach, da die Anzahl der Fettzellen nach Abschluss der Pubertät gleich bleibt.

Für welche Personen ist die Fettabsaugung geeignet?

Die besten Ergebnisse werden erzielt bei Patienten unter 40 Jahren, bei denen die Haut noch eine gute Elastizität hat. Bei entsprechender Hautbeschaffenheit kann aber durchaus auch eine 70 Jährige noch behandelt werden, insbesondere dann, wenn sie bereit ist, eine gewisse Hauterschlaffung zu akzeptieren oder anschließend eine Hautstraffung vornehmen zu lassen. Man sollte ein annähernd normales Körpergewicht haben und völlig gesund sein.

Wie wird die Fettabsaugung durchgeführt?

Die Operation wird überwiegend in örtlicher Betäubung durchgeführt mit gleichzeitiger Gabe eines Beruhigungsmittels sowie eines Schmerzmedikamentes. Vor der Operation werden die zu bearbeiten Areale am stehenden Patienten eingezeichnet. Anschließend wird das Gebiet meist im Stehen steril abgewaschen, danach kann sich der Patient auf den steril abgedeckten Op-Tisch legen.

Bei der TUMESZENZ-LOKALANÄSTHESIE wird eine große Menge einer Lösung aus Salzwasser gemischt mit einem örtlichen Betäubungsmittel und Adrenalin – einem natürlichen Hormon –,das die Blutgefäße verengt, in das Unterhautfettgewebe eingespritzt, bis sich die Haut über dem zu saugenden Areal prall spannt. Nach einer etwa 60minütigen Einwirkzeit können das gelöste Fett bzw. die Fettzellen gleichmäßig durch dünne, stumpfe Kanülen, die durch 2 – 3 jeweils 3 mm große Hautschnitte ins Gewebe eingeführt werden, abgesaugt werden. Dies geschieht sowohl in der Tiefe der Fettschicht als auch direkt unter der Haut, wodurch eine Straffung des Gewebes erreicht wird.

Da der Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt wird, können Sie direkt nach der Operation wieder nach Hause gehen. Manche Patienten möchten lieber eine Vollnarkose, dann sollten sie jedoch noch 2 – 3 Stunden nach dem Eingriff in der Praxis verbleiben. Die ersten 2 Tage nach dem Eingriff wird noch ein Teil der eingebrachten Lösung aus den Hautschnitten herauslaufen, was normal, aber etwas unangenehm ist, da so die aufgebrachten Kompressen schnell feucht sind und häufiger gewechselt werden müssen. Die meisten Patienten können nach 2 – 3 Tagen wieder zur Arbeit gehen und leichte Gymnastik treiben. Körperliche Belastungen sind erst nach 2 Wochen wieder möglich. Meist kommt es nach der Operation zur Ausbildung mehr oder weniger starker Blutergüsse und Schwellungen, die in den ersten Tagen sogar zu einer Gewichtszunahme führen können. Sie sind in der Regel jedoch nach 3 – 4 Wochen verschwunden. Das Kompressionsmieder sollte 4 Wochen getragen werden, davon die ersten 2 Wochen tags und nachts, dann nur noch tagsüber. Es dient dazu, die Haut wieder an das Unterhautgewebe anzupressen, wodurch die Hautstraffung gefördert und eine Dellenbildung verhindert wird. Baden und Schwimmen kann nach 3 Wochen wieder erlaubt werden. Duschen können Sie bereits nach 2 Tagen. Das endgültige Ergebnis der Fettsaugung können Sie erst 3 – 5 Monate nach der Operation beurteilen, wenn alle Schwellungen und Hautverhärtungen abgeklungen sind.

Welche Komplikationen können auftreten?

Trotz größter Sorgfalt können folgende Komplikationen auftreten:

Asymmetrie, größerer Blutverlust, der eine Transfusion erfordert, vorübergehendes Taubheitsgefühl an der Haut. Unregelmäßigkeiten sowie Dellenbildungen. Störende Narbenbildungen. Entzündungen an der Wunde. Eiterungen im Operationsgebiet. Tiefe Beinvenenthrombose. Lungen- oder Fettembolie.